VGP 2020

Der Pfälzische Jagdgebrauchshundverein e.V. hat eine entsprechende Verfahrensvorschrift unter Corona Bedingungen für seine Prüfungen und Lehrgänge entwickelt und u.a. auf der VSwP – Pfälzerwald bereits auf Praxistauglichkeit überprüft.

Diese Vorschrift wird vom JGHV bei der Durchführung von Prüfungen in den angeschlossenen Vereinen empfohlen.

Im Zuge der sich überschlagenden Fallzahlen und Verordnungen durch den Bund, das Land und nicht zuletzt das regionale Gesundheitsamt ist es eine Hilfe, die der aktuellen Lage gerecht wird und den ausführenden Verein mit seinem Prüfungsleiter enormen Druck nimmt,  sodass man sich auf das Kerngeschäft ,die Durchführung von Prüfungen‘ konzentrieren kann. In der aktuellen Lage mit dem sogenannten ‚Lockdown light‘ wäre eine Durchführung der Prüfung vielleicht nicht möglich gewesen – anlog zur ausgefallenen VJP, für die anschließend eine Corona-Notlösung galt. Dies blieb uns für die nachfolgenden Prüfungen erspart.

Ich glaube nur der betroffene Hundeführer, der die Mühen der Ausbildung auf dem Höhepunkt der Leistungskurve seines Hundes zum Abschluss und zu Papier bringen möchte, kann die Bedeutung dieser Entscheidung wirklich bemessen.  

Die 7 Nennungen wurden auf 2 Gruppen mit der dazugehörigen Richtergruppe verteilt. Die Wetterbedingungen haben immer einen besonderen Einfluss auf das Prüfungsgeschehen und waren wirklich ideal. Das Wildvorkommen war gut, sodass die Hunde in der großen Leistungsprüfung auch ihr Potential zeigen konnten. Bei allen Hunden kam es hier und da zu Leistungseinbußen, sodass sich das Gesamtergebnis gemischt darstellte. In einem Fall musste leider die Prüfung aufgrund eines Fehlverhaltens vorzeitig beendet werden.

Die anderen kamen nach 2 Tagen Prüfungsgeschehen glücklich ins Ziel. Neben den körperlichen Anstrengungen ist das Mentale bei Hund und Führer nicht zu unterschätzen. Diese haben ungewollt direkten Einfluss auf die Leistung des Gespannes und das zeigt sich dann auch in den Leistungen. In diesen Fällen bleibt der Hund mit seinem Führer meistens hinter den Möglichkeiten.

Aber es kann nur das bewertet werden was geboten wird. Prüfungen haben ihre eigenen Gesetze.

Corona-bedingt fand der Abschluss der Prüfung im Freien statt. Der Wunsch nach Normalisierung des öffentlichen Lebens ist ausgesprochen groß: die Freude in der Gruppe zu erleben, das gemeinsame Schüsseltreiben und die Preis- und Urkundenvergabe sind existentieller Bestandteil einer Hundeprüfung. Nicht zu vergessen ist der Austausch über die Hochs und Tiefs der vergangenen Tage.

Es wird wieder möglichwerden, dessen bin ich mir sehr sicher.

 

Bildmaterial z.T. B.Bredthauer

 

HZP/Teilbrauchbarkeit 2020

 

 

Mit dem Wechsel auf Vorstandsebene ist die diesjährige HZP unter neuer Leitung organisiert und durchgeführt worden. Um es vorweg zu nehmen, es lief alles sehr gut und professionell ab. Nun sind es keine Frischlinge, sondern ‚alte Hasen‘, die mit ihren Aufgaben gut vertraut sind. Aber dennoch, wenn man in der Bütt steht, sieht doch manches anders aus.

Wie auch bei der VFsP ist die Prüfung unter Corona-Bedingungen geplant und durchgeführt worden. Die Teilbrauchbarkeit fand am nächsten Tag statt. Die HZP konnte bei zwei Hunden nicht erfolgreich bescheinigt werden. Bei einem Versagen in Mussfächern ist leider kein Auslegungsspielraum gegeben. Alle Verbandsprüfungen können zwei Mal geführt werden, so auch die HZP und damit besteht die gute Chance einen Schnitzer immer auszubügeln.

Auf Ebene der Jägerschaft ist nun Klarheit geschaffen worden, wie mit einer Teilnahme an der Teilbrauchbarkeit bei nicht bestandener HZP umzugehen ist. Danach ist eine Teilnahme auf jeden Fall möglich, so dass die Brauchbarkeit mit nachgereichter bestandener HZP bescheinigt werden kann.

Am Ende der HZP Prüfung gab es zwei Hunde mit der gleichen Punktzahl. Die Prüfungsordnung sieht eine Rangfolge beginnend mit dem Alter vor. So ergab sich, dass der jüngere Hund den Pokal und der zweite Hund den Preis für den besten Wasserhund mit nach Hause nehmen konnte.

Bei der Teilbrauchbarkeit am folgenden Tag gab es keine Ausfälle. Das freut die Teilnehmer und Organistoren gleichermaßen.

 

VFsP 2020

 

Die diesjährige Verbandsfährtenschuhprüfung war anlässlich des 35-jährigen Bestehens unseres Vereins als Highlight zum Sommerfest geplant.

Wie in vielen Fällen ist so manches der Pandemie zum Opfer gefallen. So auch unser Sommerfest.

Zum Nennschluss waren zwei Hunde gemeldet. Einer musste verletzungsbedingt kurz vor dem Suchentermin zurückgezogen werden. Damit hatten wir die Planung und Vorbereitung im Vorfeld auf zwei Hunde ausgerichtet, gestartet ist ein Gespann.

Unter Einhaltung der Corona Vorgaben ist die Prüfung geplant und durchgeführt worden.

Es wurden keine Zuschauer zugelassen und die gesamte Organisation ist ins Feld (Wald) verlegt worden, sodass die gebotenen Abstände zu jedem Zeitpunkt eingehalten werden konnte.

Das Prüfungsgelände war mit Graswuchs, Traubenkirsche sowie Nadel-Altholz bestockt. Umgebungstemperaturen um die sonnige 20 Grad, mit Bodenfeuchte. Also für alle Beteiligten angenehme und gute Bedingungen. Das Gespann kam ruhig und sicher zum Stück. Unsicherheiten (Verleitungen) wurden in der Zusammenarbeit korrigiert.

Es ist befriedigend, wenn am Ende die Spannung fällt, die Freude aller Beteiligten (selbstverständlich auch beim Hund) zu spüren ist.

 

BTR 2020

 

Der Wind kam schräg von hinten, sodass die Hunde den Fuchs nicht gleich nasenmäßig wahrnehmen konnten. Damit waren die Anforderungen etwas höhergesteckt.

Gemeldet waren sechs Hunde, ein Hund konnte leider die kleine Leistungsprüfung nicht bestehen. Ein kleiner Trost ist, dass die Prüfung wiederholt werden kann. Bei allen Hunden konnte man sehen das sie ihre Aufgabe verstanden haben.

Das ausgesprochen gute Gesamtergebnis freut die Hundeführer, die Richter und Helfer gleichermaßen. Den Richtern wird etwas geboten und verkürzt die gefühlte Verweildauer auf ihren Beobachtungsplätzen. Für die Hundeführer ist es der Lohn für die Übung in der für die Hunde weniger aktiven Jagdzeit.

Es wird nicht immer ein Seminar oder ein Kurspaket benötigt; die Prüfungsordnung, ein wenig Jagdverstand, Eigeninitiative und eine nette Truppe genügen. Bei unseren regelmäßigen Übungstagen fehlte weder der Spaß noch der Kaffee und das Gebäck.

Hier an dieser Stelle der herzliche Dank an die Revierinhaber für die Übungsmöglichkeiten und der Ansporn der Interessierten im nächsten Jahr auch teilzunehmen.

 

VJP 2019

 

 

Zugegeben, als Prüfungsleiter hatte ich bei der Vielzahl von Anmeldungen – ausschließlich aus unseren Lehrgängen - einige unruhige Nächte. Die damit erforderlichen Hasenspuren und dem Anspruch der Prüfungsteilnehmer bzw. Hunden gerecht werden zu können, führte erwartungsgemäß zu Diskussionen.

Die Reviere, die uns zu Verfügung standen, boten Raum für 3 Gruppen und damit waren es 5 Hunde pro Gruppe!

Unsere wildlebenden Teilnehmer (Hasen) sind ein wesentlicher Bestandteil des Prüfungsgeschehens und zugleich der am wenigsten kalkulierbare. Eine wesentliche Rolle spielt noch das Wetter.

Also viele Fragezeichen und Achselzucken!

Im Vorfeld haben wir einige Optionen geprüft. Alle Möglichkeiten hatten entweder organisatorische oder räumliche Unwägbarkeiten.

Am Schluss haben wir uns für 3 Gruppen mit je 5 Hunde entschieden.

Hier an dieser Stelle ein ausgesprochenes Lob an alle Teilnehmer, insbesondere die Richter, die diese Aufgabe gemeistert haben.

Normalerweise findet die Preisverleihung direkt am Anschluss statt, d.h. ohne genaue Zeitangabe. Um den Gruppen und der Verwaltung die nötige Zeit zu geben, haben wir das abschließende Treffen auf 18.00 Uhr gelegt.

Ergebnis: Die Hasen haben mitgespielt und das Wetter wurde erst zu Mittag richtig warm. Die vorbereiteten Hunde und Führer konnten die Gelegenheiten auch nutzen, so dass das Richterkollegium sich ein Urteil bilden konnte.

Der Zeitplan war reichlich bemessen und die Preisverleihung startete pünktlich. Alle gemeldeten und geprüften15 Hund haben die Prüfung bestanden. Drei Hunde hatten die gleiche Punktzahl. Da es aber nur einen Suchensieger geben kann, wird nach der Empfehlung der Prüfungsordnung in der Rangfolge: Härte/Laut/Gehorsam/Alter der Suchensieger bestimmt.

In diesem Fall hat es ein engagiertes Jungjäger-Gespann getroffen.

Das freut und motiviert besonders.

Bildmaterial z.T. Arne Steiner